Targeting

Was bedeutet Targeting? (SEO vs. PPC)

Targeting (vom englischen „target“; deutsch: Ziel) ist ein Begriff aus dem Online-Marketing. Frei übersetzt bedeutet er soviel wie „Zielgruppenansprache“. Ziel des Targeting ist es, die Werbung exakt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe auszurichten. Dies spielt für die Gestaltung bezahlter Anzeigen sowie für die Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle.

Notwendige Daten für das Targeting

Am Anfang des Targeting steht eine umfangreiche Zielgruppenanalyse. Der Webseitenbetreiber muss die Wünsche, Nöte und Bedürfnisse seiner Zielgruppe kennen, um seine Werbung entsprechend ausrichten zu können. Je besser der Anbieter die Empfänger seiner Werbebotschaft kennt, desto erfolgversprechender ist das Targeting.

Ein wichtiges Element der Zielgruppenansprache im Internet sind Cookies. Sie werten das Verhalten der Nutzer aus und zeigen ihnen passende Werbeanzeigen an. Eine Vorgehensweise, die durch das überarbeitete Datenschutzgesetz zunehmend erschwert wird und die Entwicklung anderer Methoden vorantreibt.

Formen des Targeting

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Methoden der Zielgruppenansprache entwickelt:

Content-Targeting

Bei dieser Form erfolgt die Einblendung der Werbeanzeigen in Anlehnung an das Thema der Seite. Ein Beispiel ist eine Anzeige für Proteinpulver in einem Blog-Beitrag über die zehn besten Proteinpulver.

Semantisches Targeting

Hier orientiert sich die Platzierung der Werbeanzeige an themenverwandten Begriffen. Angelehnt an das vorherige Beispiel würde die Anzeige mit dem Proteinpulver in einem Artikel über Fitness auftauchen.

Keyword-Targeting

Dies ist die klassische Variante, bei der vorab definierte Schlüsselwörter zur Einblendung der Werbung führen.

Behavioral-Targeting

Diese Form der Zielgruppenansprache basiert auf einer Vielzahl von Daten, die über den Nutzer gesammelt werden. Das verwendete Betriebssystem und der Aufenthaltsort der Person (beziehungsweise der IP-Adresse) fließen in die Analyse ein. Anhand dieser Daten erstellen computergestützte Systeme ein Nutzerprofil, dem gezielte Werbeanzeigen präsentiert werden.

Social-Media-Targeting

Dies umfasst Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram. Die Daten für die Zielgruppenansprache erhält der Webseitenbetreiber durch die Profile der Nutzer oder von den sozialen Netzwerken.

Targeting und PPC

Für das Pay-per-Click-Advertisement (PPC) spielt die gezielte Zielgruppenansprache eine große Rolle. Bezahlte Werbeanzeigen sind ein großer Kostenfaktor. Sie rentieren sich nur, wenn der Streuverlust minimal ist. Statt undefinierten Nutzergruppen wahllos Anzeigen zu präsentieren, ist eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe wichtig. Das Targeting erfüllt diesen Anspruch und bringt das Kosten-Nutzen-Verhältnis der PPC-Kampagne ins Gleichgewicht.

Targeting und SEO

Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung spielt das Targeting für die Platzierung in den Suchergebnissen auf Google & Co. eine Rolle. Eine passgenaue Zielgruppenansprache mündet in einer höheren Click-Through-Rate (CTR) sowie einer geringeren Absprungrate. Diese zwei Indikatoren bewertet der automatisierte Algorithmus der Suchmaschinen als positiv. Ein essenzieller Faktor, um eine vordere Platzierung auf der Suchergebnisseite zu erzielen. Das Targeting ist daher eine elementare Disziplin der Suchmaschinenoptimierung.

Gefahren des Targeting

Die Methode des Keyword-Targeting kann zu unangebrachten Werbeanzeigen führen. Es orientiert sich ausschließlich an bestimmten Schlüsselwörtern und lässt den Kontext, in dem diese im Text vorkommen, außer Acht. Dies führt nicht selten zu einer misslungenen Zielgruppenansprache. Ein Beispiel ist die Einblendung einer Werbeanzeige für Busreisen in einem Artikel über ein tödliches Busunglück auf Basis des Keywords „Busfahrt“.

Darüber hinaus birgt übermäßiges Targeting die Gefahr, von den Nutzern als invasiv und störend empfunden zu werden. Dies ist vor allem beim Behavioral-Targeting zu beobachten. Um die Grenzen der Zielgruppenansprache nicht zu überschreiten, orientieren sich viele Webseitenbetreiber an dem Motto „Qualität statt Quantität“.

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